Mein Leben ( 5 ) 1965 - 1967 - Erste Freiheit

Mein Bruder Jürgen, der eine Hilfsschule besuchte, weil er nicht lesen und schreiben konnte ( damals war man schulisch leider noch nicht so weit, die Betroffenen so gut zu helfen, wie heut zu Tage ), verließ diese nun. Zudem verließ er auch den Kinderhort, was mich meinerseits protestieren ließ, denn ich wollte auch nicht mehr den evangelischen Kinderhort besuchen.
Zum einen gefiel es mir dort nicht und das Essen dort war auch nicht mein Ding. War ich doch in meiner Kindheit und Jugend sehr mäkelhaft, was das Essen anging, ich mochte keinen Fisch, keinen Käse und vieles mehr nicht. Meistens war ich nicht einmal bereit die Dinge zu probieren und wenn man mich zwang etwas zu essen, was ich nicht wollte, dauerte es gar nicht lang, dann fiel mir das Essen wieder aus dem Gesicht. Also hieß es für mich dran bleiben, bis ich auch den Hort verlassen konnte, es dauerte 2 - 3 Monate und dann war ich "fei".
In unserem Haus wohnte der Ofensetzermeister Herr Knöffel mit seiner Familie, bei dem konnten meine Eltern meinen Bruder als Hilfsarbeiter unterbringen. Und in dem Zusammenhang änderte sich bei uns auch einiges, meine Eltern räumten das Schlafzimmer und schliefen von nun an im Wohnzimmer ( Schlafcouch ) und mein Bruder zog in das bisherige Schlafzimmer. Ja, klar schön, ich hatte nun auch mein eigenes Zimmer, aber was ich nicht einsehen konnte, warum mein Bruder das größere Zimmer von uns beiden hatte. Schließlich brauchte ich viel mehr Platz als er.
Hier ein Familienfoto ohne mich, mein Vater, mein Bruder und meine Mutter :



Im Frühjahr 1966 wurde mein Bruder konformiert und es gab eine große Feier, Geschwister, Nichten, Onkels, Tanten und Oma ( Mutter meines Vaters ) waren da.
Später dann im gleichen Jahr musste sich meine Mutter einer Magen-OP unterziehen, man entnahm ihr 2 Drittel des Magens. Zum Zeitpunkt der OP war mein Vater und ich zu Hause und mein Vater hatte Angst, das meine Mutter die OP nicht überstehen könnte, ich habe ihn getröstet, die OP verlief gut.
Seit April 1965 hatte ich wieder einen neuen Lehrer, Herr Sternasky, streng aber gerecht.
Natürlich wurde ich auch im April 1966 wieder versetzt, nun in die 6. Klasse.
Allgemeine Beurteilung :
Uwe beteiligte sich fast gar nicht am Unterricht und musste häufig zur Aufmerksamkeit ermahnt werden. Die Hausaufgaben wurden sehr oft nicht angefertigt. Er muss größeren Fleiß zeigen, sonst kann er den gestellten Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Das Betragen war noch befriedigend.
Im April 1967 endete nun der Grundschulbesuch mit der Versetzung in die 7.Klasse.
Allgemeine Beurteilung :
Uwe gab sich große Mühe und arbeitete im Unterricht auch besser mit. Die häuslichen Arbeiten wurden ordentlich angefertigt. Das Betragen war befriedigend,


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